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Über die E.S.E.P.A.
Die E.S.E.P.A. ist eine staatlich anerkannte griechische Hilfsorganisation und agiert unter dem Dach des griechischen Zivilschutzes "Politki Prostasia". Die E.S.E.P.A. wurde im Jahr 1999 von Nikos Sachinidis mit dem Ziel gegründet, den Gedanken der Freiwilligen Feuerwehr nach internationalen Vorbildern (vor allem Deutschland, Österreich, Schweiz) in Griechenland zu etablieren.
Technische Hilfeleistung und First Responder bei einem THL-Einsatz
In Griechenland gibt es bis heute überwiegend Berufsfeuerwachen. Die ländlichen Gebiete und Dörfer haben oftmals überhaupt keine organisierten Feuerwehren und sind auf Überlandhilfe aus den größeren Städten angewiesen. Dadurch geschieht es leider nur zu oft, daß anfangs kleine Brände außer Kontrolle geraten und weite Landstriche verwüsten, verbunden mit gewaltigen Verlusten an wertvollen Wald-und Agrarflächen und oftmals leider auch verbunden mit der Zerstörung von Häusern und Verlusten an Menschenleben. Und auch bei ganz alltäglichen Notfällen, wie Verkehrsunfällen oder Wohnhausbränden ist oft nicht mehr viel zu retten, wenn die überörtliche Hilfe schließlich eintrifft.
Um zum einen die Waldbrandbekämpfung während der Hauptbrandsaison in den Sommermonaten, vor allem in den unzugänglichen und ländlichen Gebieten nördlich des Olymp, zu verbessern und zum anderen die Ausbildung örtlicher Helfer verstärkt voranzutreiben, veranstaltet die E.S.E.P.A. in den Sommermonaten ein Waldbrandeinsatzcamp im Dorf Rizomata, in den Bergen nördlich des Olymp und ca. zwei Fahrtstunden von Thessaloniki entfernt gelegen. Freiwillige Feuerwehrleute aus vielen Ländern Europas nehmen hieran in ihrem Jahresurlaub teil, wobei die Helfer die Anreise aus eigener Tasche bezahlen.
E.S.E.P.A. im Einsatz
Schwerpunkte des Camps sind die Bekämpfung von Waldbränden in ganz Griechenland, die Patrouillentätigkeit zur Beobachtung von gefährdeten Waldgebieten und die Ausbildung örtlicher Helfer. Vor allem werden aber auch der Brandschutz, die technische Hilfeleistung und die medizinische Erstversorgung auf den Straßen und in den Ortschaften rund um das Waldbrandcamp sichergestellt, denn der nächste professionelle Rettungsdienst hat eine Anfahrtzeit von ca. 50 Minuten. Die E.S.E.P.A. kommt bei größeren Schadenslagen auch überregional zum Einsatz (im Jahr 2002 zum Beispiel mehrfach in der Urlaubsregion Chalkidiki).
Der Fuhrpark und das Gerät des E.S.E.P.A.-Waldbrandcamps kommen natürlich nicht nur bei Einsätzen in der Region Rizomata zum Einsatz, sondern werden auf Anforderung der nationalen Katastrophenschutzzentrale in Athen auch überregional eingesetzt, wobei Anfahrtstrecken von einigen hundert Kilometern und tagelange Einsätze - nicht nur bei Waldbränden, sondern auch bei Unwettern / Überschwemmungen und Erdbeben - keine Seltenheit darstellen. Während der Waldbrand-"Nebensaison" werden die Fahrzeuge des Waldbrandeinsatzcamps als zusätzliche Fahrzeuge auf die Stützpunkte der E.S.E.P.A. verteilt. Sie kommen selbstverständlich ganzjährig zum Einsatz, nicht nur bei Waldbränden, sondern auch bei ganz "normalen" Feuerwehreinsätzen.
Vertreter der E.S.E.P.A. nehmen regelmäßig an Sitzungen des jeweiligen Bezirkskommandos des Zivilschutzes teil, um die Notfallplanung für die Region aktiv mit zu gestalten. Unsere Einsatzbefehle erhalten wir direkt von den regionalen Leitstellen der Berufsfeuerwehr, von den Dienststellen des Zivilschutzes (Katastrophenschutzzentrale in Athen, regionale Zivilschutzbeauftragte), von den Bürgermeistern und Bezirks- / Regionalverwaltungen oder direkt vom Generalsekretär des Zivilschutzes.
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